Editorial

familie - Juni 2016


Einstieg Familie 2016-01

Liebe Leserinnen und Leser,

es liegt in der Natur der Sache, dass Kinder von ihren Eltern eine Menge wissen wollen. Fragen nach der Zukunft kommen dabei kaum vor. Warum auch? Die Gegenwart ist spannend genug und die Zukunft kann keiner voraussagen, auch Eltern nicht.
Doch sich um die Zukunft ihrer Kinder sorgen, das ist etwas, was Eltern eigen ist. Nicht immer ist die Sorge tatsächlich berechtigt. Sicher, Tugenden wie Ordnung, Fleiß und Pünktlichkeit haben auch in der Spaßgesellschaft ihre Berechtigung. Und doch übertreiben es manche mit ihrer elterlichen Sorge. Wie sehr, davon kann unter anderem Bianca Brieke berichten. Seit 2013 bietet die studierte Betriebswirtin in ihrer Praxis in Lichtenau ein spezialisiertes Lern-Coaching an. Immer wieder coacht sie dabei auch Eltern, deren eigene Vorstellungen zum Werdegang ihrer Kinder von denen ihrer Kinder abweichen. Die vereinfachte Elternformel lautet: fleißig lernen = später gut leben. So völlig falsch ist das sicher nicht, schließlich entscheidet ein Schulabschluss über Berufswege. Nur bei der Frage, was gut leben bedeutet, gehen Eltern oft von eigenen Vorstellungen und Werten aus. „Viele Eltern vergessen, danach zu fragen, was ihr Kind will, was es braucht, wie es ihm geht”, sagt Expertin Bianca Brieke. Antworten, die im Coaching auf solche Fragen gefunden werden, heißen oft: „Ich möchte mehr Zeit mit dir verbringen.“
Deshalb: Wir wissen alle nicht, was uns die Zukunft bringt. Sicher ist aber, dass uns die Zeit, die wir gut mit unseren Kinder verbracht haben, niemand mehr nehmen kann.

In diesem Sinne, haben Sie eine gute Zeit mit Ihren Kindern und viel Spaß bei der Lektüre dieser neuen Ausgabe des Magazins „familie“,

Ihr Christian Wobst
im Namen des „familie“-Teams

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