Editorial

Abschied 2015


Einstieg Abschied

Vorwort
Sprechen über Unaussprechliches

So verschieden die Menschen sind, so verschieden gehen sie auch mit dem Thema Tod um. Nicht jeder setzt sich damit offen auseinander. Viele verdrängen den Gedanken über die eigene Vergänglichkeit. Der Tod – das ist eine Sache, über die viele nicht sprechen wollen und auch nicht können.

Der Umgang mit dem Thema Tod – das zeigt auch ein Blick in die Geschichte – ist geprägt von gesellschaftlichen Verhältnissen, Religion, Traditionspflege, Ritualen zur Trauerbewältigung usw. Und so wie unsere Gesellschaft in einem ständigen Wandel ist, so ändert sich auch das Verhältnis der Menschen zu diesem schwierigen Thema. War es vor wenigen Jahren noch weitestgehend tabuisiert, so gehen viele Menschen heute damit deutlich offener um, denken beispielsweise über alternative Beisetzungen und Trauerformen nach oder planen im Voraus, wie mal ihr eigenes Grab aussehen soll.
Wir mögen über lange Zeit erfolgreich den Gedanken an den Tod wegsperren können, irgendwann drängt er sich unerbittlich in unser Leben, reißt jemanden aus unserer Mitte fort oder eine schwere Krankheit macht uns unsere Sterblichkeit schmerzlich bewusst. Je weniger wir uns auf diesen Fall der Fälle vorbereitet haben, umso schwerer, brutaler wird uns dann diese Situation treffen.
Dieses Heft „Abschied“ ist ein Angebot für einen ersten Schritt, sich diesem Thema zu nähern. Es kann eine Hilfe sein, bisher verdrängte Gedanken zuzulassen, über das Undenkbare nachzudenken und das Unaussprechliche auszusprechen.
Die Themen von der Vorsorge über Sterbebegleitung bis Trauerbewältigung und Grabpflege sind sehr komplex. Daher kann dieses kleine Heft Ihnen nur einige Anregungen geben, Sie für bestimmte Probleme sensibilisieren und Orientierungshilfe sein.

Bernd Weimershauß, Chemnitz 2015

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