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Titelgeschichte

WILLKOMMEN im Erzgebirge

Frühjahr/Sommer 2012



Überschrift Titelgeschichte

Sagenhaftes Erzgebirge:  
Kulturreichtum und Naturjuwelen

Willkommen in der Schatzkammer Sachsens. Auf den folgenden Seiten möchten wir Sie einladen zu einem Streifzug durch eine Region, die Ihnen sagenhafte und geheimnisvolle, moderne und historische, aber auch aktive Urlaubserlebnisse verspricht. Ob in Besucherbergwerken auf der Spur reicher Bodenschätze oder auf Rad- und Wanderwegen mitten drin zwischen den Perlen der Natur – hier erwartet Sie ein Urlaub ganz nach Ihrem Geschmack.

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Das Besucherbergwerk in Deutschneudorf. Foto: Fortuna Bernstein GmbH

Sagenhafte Schätze aus der Erde
Schon seit mehr als 800 Jahren ist das Erzgebirge als Bergbauregion bekannt. Wo einst reiche Silberfunde und andere Schätze aus der Erde für Wohlstand sorgten und Siedler anlockten, entwickelte sich eine einzigartige Industrieregion. Noch heute gibt es hier eine lebendige Montankultur, die sich auf alte Traditionen gründet. Die gesamte Kulturlandschaft, auch im tschechischen Teil des Erzgebirges, bewirbt sich als Montanregion Erzgebirge für das UNESCO Weltkulturerbe. Dazu gehören über- und untertägige Denkmale, Bergbaulandschaften, Flora und Fauna, Bergstädte und Siedlungen, Kunst, Musik und Literatur, aber auch Bildung, Wissenschaft und Volkskunst. Schätze aus der Erde kann man zum Beispiel in der Sammlung „terra mineralia“ im Freiberger Schloss Freudenstein bestaunen, wo über 3.500 Minerale, Edelsteine und Meteoriten von Fundstellen der ganzen Welt zu sehen sind. Ein in der Region häufig vorkommender Halbedelstein ist der Amethyst, ihn kann man zum Beispiel im Schloss Wolkenstein oder im Mineraliengewölbe im Zschopauer Schloss Wildeck bestaunen. Der Reichtum aus der Erde ermöglichte auch die Entstehung und Blüte einmaliger Städte, wie der Bergstädte Annaberg und Freiberg. Freiberg als traditioneller Sitz der bergmännischen Ausbildung mit der  Bergakademie feiert in diesem Jahr sogar sein 850-jähriges Jubiläum der Entstehung der Stadt. Außerdem wird der Tag der Sachsen im September in Freiberg ausgetragen.
Auch im tschechischen Teil des Erzgebirges blühten durch die Bodenschätze Orte auf. So war Joachimsthal einst eine der bevölkerungsreichsten Städte Europas. Mit der Entdeckung der Elemente Radium und Polonium wurde hier an der Schwelle vom 19. zum 20. Jahrhundert der Grundstock für den heutigen Kurbetrieb gelegt.

Geheimnisvolle Erlebnisse unter Tage
Die Vielfalt der Montanregion  können Sie zum Beispiel bei einem Besuch in einem der knapp 30 Besucherbergwerke in der Region erleben. Das  Titelbild unseres Heftes zeigt Ihnen eines davon, nämlich die Zinnkammern im Schwarzenberger Ortsteil Pöhla. Dort kann man rund drei Kilometer mit der Grubenbahn einfahren und die Geheimnisse des Wismutbergbaus entdecken. Neben der bergmännischen Historie kann man hier noch ganz andere Erlebnisse genießen:  Konzerte lassen Sie die einmalige Akustik der Zinnkammern erleben, auch Eheschließungen können hier vollzogen werden. In manchen anderen Besucherbergwerken, wie dem Fortuna Stolln in Deutschneudorf, wird gar noch ein versteckter Schatz vermutet. Kenner behaupten, in nicht wenigen Gängen erzgebirgischer Schachtanlagen seien zum Ende des zweiten Weltkrieges wichtige Kulturgüter versteckt worden – so soll im Deutschneudorfer Ortsteil Deutschkatharinenberg das legendäre Bernsteinzimmer liegen. In den Gängen des Besucherbergwerkes Ehrenfriedersdorf kann man sogar im Bergwerk wandern und Nordic Walking betreiben.

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Blick auf Schloss Wildeck in Zschopau. Foto: Nicole Fugmann

Moderne Traditionen
Im Erzgebirge treffen Tradition und Moderne immer wieder aufeinander und dabei zeigt sich, dass das kein Widerspruch sein muss. So wird Volkskunst zum Beispiel im Engeldorf Grünhainichen in moderner und klassischer Form ausgeübt. Neue Einflüsse und Ideen paaren sich mit traditionellen Formen und Produkten. Man ist sich seiner Wurzeln bewusst, lebt aber in der modernen Zeit. Traditionelles wird geschätzt und in schönster Form präsentiert. Wie in der Annaberger „Manufaktur der Träume“, wo über 1.000 Sammlerstücke Erzgebirgischer Volkskunst in einem einmaligen Ausstellungskonzept zu sehen sind. Tradition geht hier aber auch durch den Magen. Regionale Schätze auf dem Teller gibt es in den Gasthäusern, wie dem
„Neinerlaa“ in Annaberg-Buchholz, wo das traditionelle Weihnachtsgericht, bestehend aus neun verschiedenen Speisen, probiert werden kann und die „Heuküche“ Einzug gehalten hat. Und zu einem traditionelle Essen gehört auch der obligatorische Verdauungsschnaps. Dessen Geschichte kann man zum Beispiel im Spirituosenmuseum in Lauter nachvollziehen. Auch traditionelle Freizeitbeschäftigungen wie das Schnitzen oder Klöppeln werden im Erzgebirge lebendig und modern gehalten. So findet zum Beispiel Mitte April der Deutsche Klöppelspitzen-Kongress mit Experten, Händlern und Interessenten aus ganz Europa in Annaberg-Buchholz statt.

Große Namen – große Geschichten
Viele große Namen prägen die erzgebirgische Geschichte. Einer der bekanntesten dürfte der „Grüne Rebell“ Karl Stülpner sein. Sein 250. Geburtstag wird dieses Jahr am 30. September auf Burg Scharfenstein gefeiert, die er einmal ganz allein belagert haben soll. Klangvolle Namen wie Barbara Uthmann oder Gottfried Silbermann sind mit dem Erzgebirge verwoben. Barbara Uthmann verhalf  dem Klöppeln in der Region zur Blüte und Silbermann gelangte mit seiner Orgelbauwerkstatt in Freiberg zu Weltruhm. Er schuf zahlreiche sakrale Instrumente auch in Kirchen des Erzgebirges. Ihm zu Ehren gibt es zum Beispiel das Gottfried-Silbermann-Museum im Schloss Frauenstein. Auch Indianerfreund Karl May hat in der Region seine Wurzeln. Dem in Hohenstein-Ernstthal Geborenen widmet sich, im Jahr seines 170. Ge­burts- und 100. Todestages, unter anderm die Miniwelt in Lichtenstein. Volkskünstler wie der Bermsgrüner Holzschnitzer Harry Schmidt sind Namen, die für Traditionen stehen. Auch Schmidt´s Werke werden in einem eigenen Schnitzkunstmuseum im Schwarzenberger Ortsteil Bermsgrün gezeigt.

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Das Schloss Freudenstein mit der Mineraliensammlung „terra mineralia“ in Freiberg und dem Sächsischen Bergarchiv ist ein attraktives Ausflugsziel. Foto: Anett Baselt

Den Schatz für’s Leben
Wer seinen Schatz fürs Leben gefunden hat, dem bieten sich im Erzgebirge romantische Plätze für die Traumhochzeit. So kann man sich zum Beispiel im barocken Glanz von Schloss Lichtenwalde und dem traumhaften Park trauen lassen. Auch andere Burgen und Schlösser öffnen ihre Trauzimmer für eine Hochzeit in königlich märchenhaftem Ambiente.  Burg Scharfenstein, Burg Wolkenstein und natürlich auch die Augustusburg stehen Heiratswilligen offen. Und auch die Zwickauer Region hat wunderschöne Schlösser zu bieten. Welche Möglichkeiten man hier hat, kann man zum Beispiel bei der „Nacht der Schlösser“ am letzten Augustwochenende mit abwechslungsreichen Programmpunkten erkunden. In der Spiegelwaldregion kann man sich das Ja-Wort sogar auf einem Aussichts­turm geben. Im Besucherbergwerk „Herkules-Frisch-Glück“ in Waschleithe sind Hochzeiten unter Tage im Marmorsaal möglich und auch im Turmzimmer des Wachturms Geyer darf „Ja“ gesagt werden.

Aktiv und Erholsam
Das Erzgebirge ist für die vielseitigen Möglichkeiten der aktiven Freizeitgestaltung beliebt. Auf Schusters Rappen kann man die Region auf dem im vorigen Jahr eröffneten Qualitätswanderweg „Kammweg“ ent­decken, der von Altenberg bis ins Vogtland führt. Auf und neben dem Erzgebirgskamm bietet er schöne Einblicke, sagenhafte Ausblicke und himmlische Ruhe in der erzgebirgischen Natur. Gut ausgebaute Radwege, wie das fast 800 Kilometer lange Routenspektrum rund um den Kurort Seiffen, laden zum Entdecken ein. Organisierte Touren, wie die „Zwönitztal Radtour“, die im Sommer in Zwönitz steigt, sind tolle Erlebnisse ganz in Familie. Einmalige Naturschutz- und Nah­erholungsgebiete ermöglichen den nötigen Ausgleich und sorgen für Entspannung, wie das wildromantische Schwarz­wassertal zwischen Pobershau und Kühnhaide oder das Naherholungsgebiet rund um das Pumpspeicher­Kraftwerk Raschau-Markersbach. Kur- und Gesundheits­bäder laden zum Erholen ein, wie zum Beispiel das Actinon in Bad Schlema oder auch die älteste und wärmste Thermalquelle Sachsens in Warmbad. In den Spaß- und Erlebnisbädern wie in Geyer oder Marienberg oder den Freibäder der Region erleben Sie Badevergnügen für die ganze Familie.


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