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Überschrift ERKW46

Wo Frau Holle auf der Bühne steht und Pyramidenfiguren lebendig werden


Einstieg WA1110

Editorial
Weihnachtsstimmung im Erzgebirge
auf Märkten, bei Bergparaden und festlicher Musik

Erzgebirge. Weihnachten, das bedeutet für die meisten im Vorfeld Einkaufsstress und die ewige Suche nach dem passenden Geschenk. Da bleibt oft wenig Zeit für Gemütlichkeit, Abschalten und Besinnung. Nicht so im Erzgebirge. Hier hat Weihnachten noch immer eine ganz besondere Bedeutung. Weihnachten im Erzgebirge, das ist festliches Erleben, stimmungsvolle Musik und Zeit haben für das Besondere. Lassen Sie sich entführen in eine Region, in der die Weihnachtsmärkte mit alten Traditionen, ihrer Ursprünglichkeit und der bekannten Gemütlichkeit locken – wo es aber dennoch jede Menge Innovation und kreative, moderne Handwerkskunst gibt. Erleben Sie im Glanz von tausenden von Lichtern Vorfreude pur und das jenseits vom Stress und der Hektik des Alltags. Tauchen Sie ein in das wunderbare Flair der Altstädte und genießen Sie beim Bummel über die Märkte neben Bratwurst und Glühwein auch die beliebten Latschen. Starten Sie in der Adventszeit auf eine Lichterfahrt durchs Erzgebirge, um die Schönheiten des Weihnachtslandes mit allen Sinnen zu genießen, sich ungewöhnliche Geschenk-Ideen zu holen oder in den Kirchen eindrucksvoller Musik zu
lauschen.

Erzgebirgshauptstadt lockt mit Gemütlichkeit
Ganz besondere Höhepunkte bietet der Annaberger Weihnachtsmarkt als einer der schönsten Märkte Deutschlands vom 25. November bis zum 23. Dezember. Im romantischen Flair der Altstadt sorgen die Händler mit Hunderten, oftmals in Handarbeit gefertigten Unikaten und Produkten für unglaubliche Vielfalt. Weihnachtsmannwerkstatt und Wichtelstube sind besondere Attraktionen für alle Kleinen. Die Annaberger Pyramide mit ihren 18 handgeschnitzten Figuren gehört zu den schönsten und größten Weihnachtspyramiden des Erzgebirges.
Und wenn Sie schon einmal in Annaberg-Buchholz sind, dann sollten Sie unbedingt einen Besuch in der „Manufaktur der Träume“ einplanen. Das erst 2010 eingeweihte faszinierende Erlebnismuseum bietet mit seinen interaktiven Installationen traumhafte Einblicke in die erzgebirgische Volkskunst und lädt zu einer einzigartig spannenden Abenteuertour in vergangene Zeiten ein.

In Aue wird die Pyramide lebendig
Auch auf dem Raachermannelmarkt in Aue lassen stimmungsvolle Programme vom 26. November bis zum 11. Dezember auf dem romantischen Altmarkt die Besucher staunen. In Aue ist es ein schöner Brauch, dass zum Pyramideanschieben am 26. November ab 17.00 Uhr die Pyramidefiguren lebendig werden und als Parade zum Altmarkt ziehen, um dort auf der Stadtpyramide ihren symbolischen Platz einzunehmen. Das ganze Spektakel wird vom Musikkorps der Bergstadt Schneeberg begleitet. Am 1. Advent ab 17.00 Uhr sollte man sich auf keinen Fall die Große Bergparade des Sächsischen Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine mit 16 Bergbrüderschaften und drei Bergkapellen entgehen lassen.

Eine Reise durch das Weihnachtsland
Im erzgebirgischen Gelenau wird gern gefeiert, und dazu sind Gäste immer willkommen. Speziell in der Weihnachtszeit zeigt sich der Ort im besonderen Flair. Dann laden beleuchtete Häuser und strahlende Fenster, Pyramiden und Schwibbögen auf eine Reise durch das Weihnachtsland ein. Lassen Sie sich von einem stimmungsvollen Weihnachtsmarkt verwöhnen und erleben Sie am 10. und 11. Dezember auf dem Rathausplatz eine traumhafte Atmosphäre. Schon das Anschneiden von Riesenstollen und Riesenbratwurst gibt jede Menge Gaudi. Zuvor jedoch, am
26. November ist in Gelenau Pyramideanschieben angesagt, und das hat seit fast 20 Jahren Tradition.

Ein winterliches Schauspiel auf dem Marktplatz
Eine Besonderheit auf dem Schwarzenberger Weihnachtsmarkt sind die Aufführungen von kleinen weihnachtlichen Schauspielen. In diesem Jahr wird das Stück „Frau Holle verliert die Kontrolle“ dargeboten, ein kurzes winterliches Spektakel für kleine und große Weihnachtsmarktbesucher.
Wer wissen möchte, wie diese lustige Geschichte ausgeht, sollte sich am 6.12. oder 8.12. entweder 16.30 Uhr oder 18.00 Uhr auf dem Schwarzenberger Weihnachtsmarkt einfinden. Alle Jahre wieder, der Höhepunkt zur Weihnachtszeit in Schwarzenberg,  die Große Bergparade am 10.12.2011, 17.00 Uhr.

Alte Bräuche und schöne Traditionen
Weihnachtsbräuche und Traditionen gibt es in der Erzgebirgsregion jede Menge, und es macht Spaß, sie hautnah zu erleben. Das geht los mit dem „Manneln aufwecken“ und endet beim „Neunerlei“ am Heiligabend. Bergmännische Traditionen locken alljährlich Zehntausende zu den Bergparaden, Bergaufzügen und Mettenschichten. Echt gemütlich geht es bei den „Hutzenohmden“ zu. Hier werden mit erzgebirgischen Liedern und Mundartgeschichten ursprüngliche Traditionen gepflegt. Auch das Pyramideanschieben hat sich überall im Erzgebirge, vor allem in den kleinen Orten, zu einem echten Volksfest mit stimmungsvollen Programmen und kulinarischen Genüssen gemausert. Auf vielen Marktplätzen kann man Pyramiden im Großformat bestaunen. Mit dem traditionellen Anschieben wird die Weihnachtszeit eingeläutet.

Pfiffig, witzig und genial Holzkunst hat viele Facetten
Rothenkirchen. Kreativ, traditionell und modern – dafür steht die Drechslerei Kuhnert GmbH in Rothenkirchen. Im Laufe der Jahre entwickelte das Unternehmen ein Sortiment, das in seiner Vielfalt einmalig ist. Ob Engel, Räuchermännchen, das traditionelle Weihnachtssortiment, Weihnachtskrippen, Deco-Leuchten, vielfältige und spaßige Figuren, die beliebte „Kuhnertmaus“ als originelle Geschenkartikel-Kreation, alles wird „in liebevoller Handarbeit“ gefertigt – so wie das Logo der Erzgebirgischen Holzkunst es verspricht. Traditionelle und moderne Formen sind das Credo der Firma. Durch die Nutzung moderner Lasertechnik können den Rauchfiguren sogar die unterschiedlichsten Gesichtsaus­drücke verliehen werden – manche von ihnen lachen. Und was macht sich besser unterm Tannenbaum, als ein lachender und fröhlich dreinblickender Räuchermann oder ein anderes ungewöhnliches Geschenk aus Holz. Denn, Erzgebirgische Holzkunst – das sind nicht nur Räuchermänner, Nussknacker und Schwibbögen. Auch die Brillenhalter, die frechen Kuhnertmäuse oder die lustigen Kantenhocker zeigen, was man mit Ideen und Geschick noch alles aus Holz fertigen kann. Einen Blick hinter die Kulissen gibt’s an allen Samstagen im Advent von 9 bis 18 Uhr zu den Wichteltagen der Drechslerei Kuhnert. Dann sind die Türen zur Werkstatt in Rothenkirchen geöffnet, und man kann den Handwerkern beim Herstellen der Erzgebirgischen Holzkunst über die Schulter sehen und hautnah Tradition und Gegenwart eines alten Handwerks erleben.

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