Vorwort

Abschied 2017


Einstieg Abschied 2017

Vorwort
Das Angebot, sich einem schwierigen Thema zu nähern

Wir Menschen haben das Bedürfnis nach Beständigkeit. Wir möchten festhalten an lieb gewordenen Gewohnheiten, an Vertrautem. Das gibt uns das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Und deshalb mögen wir keinen Abschied, haben Angst davor und leiden unter dem Schmerz der Trennung. Dennoch müssen wir in unserem Leben immer wieder Abschied nehmen, müssen lernen, mit diesem Kummer umzugehen. Oft gelingt es, dem einen mehr, dem anderen weniger. Am schwersten fällt der Abschied, wenn er endgültig ist, wenn der Tod einen geliebten Menschen aus unserem Leben reißt.

Auf Grund der emotionalen Nähe fällt es Menschen oft schwer, mit nächsten Angehörigen über Tod, Sterben und den damit verbundenen Ängsten und Sorgen zu sprechen. Aber es gibt Hilfsangebote, beispielsweise im Internet, von Ärzten, Seelsorgern und Psychologen, von Bestattern und Selbsthilfegruppen.
Auch dieses Heft „Abschied“ ist ein Angebot, sich dem Thema zu nähern und sich damit auseinanderzusetzen, oft verdrängte Gedanken zuzulassen und Unaussprechliches auszusprechen. Jeder geht mit Tod und Trauer anders um. Jeder muss seine eigenen Anschauungen bilden und seine eigenen Entscheidungen treffen. Wie auch immer ein Mensch mit diesem schwierigen Thema umgeht, wir sollten es, auch wenn wir es nicht verstehen, respektieren, wohl wissend, dass auch unsere Ansichten über Tod, Sterben und Trauer nicht von allen nachvollzogen werden. Daher kann dieses Heft „Abschied“ nur Anregungen sein, Sie für bestimmte Problematiken zu sensibilisieren und Orientierungshilfe geben.   y

Bernd Weimershauß, Chemnitz 2017

Copyright © 2007 - Page Pro Media GmbH. Alle Rechte vorbehalten