Editorial

Abschied 2016


Einstieg Abschied 2016

Vorwort
Sich einem schwierigen Thema annähern

Den meisten Menschen fällt es schwer, sich mit dem Thema Sterben und Tod auseinander zu setzen. Und so verdrängen wir den Gedanken über die eigene Vergänglichkeit. Der Tod – das ist eine Sache, über die viele nicht sprechen wollen und auch nicht können. Das ist menschlich, schließlich geht es um Urängste, Schmerz und Trauer. Diese Emotionen erschweren einen normalen Umgang, ein rationales, sachliches  Verarbeiten.

Wir mögen über lange Zeit erfolgreich den Gedanken an den Tod verdrängen können, aber irgendwann holt er uns ein, beispielsweise, wenn ein geliebter Mensch plötzlich verstirbt oder eine schwere Krankheit Todesangst in uns weckt. Dann trifft es uns unvorbereitet, überfordert uns und spätestens in dieser Lebenskrise müssen wir uns mit dem Thema auseinandersetzen, ob wir es wollen oder nicht.

Auf Grund der emotionalen Nähe ist es besonders schwer, mit Angehörigen oder guten Freunden darüber zu reden. Aber es gibt viele Hilfsangebote, beispielsweise im Internet, von Ärzten und Psychologen, Bestattern, Selbsthilfegruppen zur Trauerbewältigung usw.

Auch dieses Heft „Abschied“ ist ein Angebot für einen ersten Schritt, sich dem Thema zu nähern, sich damit auseinander zu setzen und Entscheidungen zu treffen. Es kann eine Hilfe sein, bisher verdrängte Gedanken zuzulassen, über das Undenkbare nachzudenken und das Unaussprechliche auszusprechen.

Die Themen von der Vorsorge über Sterbebegleitung bis Trauerbewältigung und Grabpflege sind sehr komplex. Daher kann dieses kleine Heft Ihnen nur einige Anregungen geben, Sie für bestimmte Probleme sensibilisieren und Orientierungshilfe sein. 

Bernd Weimershauß

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